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Faserpflanzen

Unter dem Begriff „Faserpflanzen“ werden Pflanzen zusammengefasst, deren Anbau (oder bei nicht-kultivierten Pflanzen deren Beerntung) im Wesentlichen mit dem Ziel erfolgt, die in ihnen enthaltenen Fasern zu gewinnen. Zumeist wurde durch züchterische Beeinflussung der natürliche Gehalt an Fasern erhöht.
Pflanzenfasern werden aus langgestreckten Zellen gebildet. Die Wände dieser spezialisierten Zellen sind deutlich dicker als die anderer Zellen der gleichen Pflanze. Hervorgerufen wird die Verdickung durch Einlagerung von Zellulose. Sie liegt zumeist in mehreren Schichten vor und dient der Verstärkung. Hierauf lässt sich die hohe mechanische Festigkeit der Pflanzenfasern zurückführen.
Zumeist sind die Einzelfasern, die sogenannten Elementarfasern, zu Bündeln gruppiert. Der Verbund der einzelnen Elementarfasern zu langen Strängen (Faserbündeln) erfolgt durch Pektine.
Generell werden Naturfasern in folgende Gruppen eingeteilt.
1. Bastfasern (z.B. Flachs, Hanf, Jute)
2. Hartfasern (z.B. Sisal, Abaca)
3. Holzfasern (z.B. Bambus)
4. Fruchtfasern (z.B. Baumwolle